ARD: Sendereihe "hart aber fair" Sendung vom 26.11.2012

Angespart, angelegt, angeschmiert – Armutsfalle private Vorsorge?

Brief an Frau von der Leyen:

 

Sehr geehrte Frau Ursula von der Leyen,

in der Sendung "hart aber fair" vom 26.11.2012 war das Hauptthema die Altersrente für die gesetzlich Versicherten.
In der Diskussionsrunde verteidigten Sie die private Altersvorsorge unter anderem mit der Aussage, "Der Staat zahlt schon einen Zuschuss von über 80 Milliarden Euro pro Jahr in die gesetzliche Rentenkasse ein". Diese Aussage haben Sie sogar noch untermauert  mit dem Nachsatz "Dies ist fast ein Viertel des Bundeshaushaltes"!

In der Öffentlichkeit ist damit wieder ein Mal bewusst oder aus Unkenntnis der Sachlage der Eindruck entstanden,
diese 80 Milliarden Euro  muss der Steuerzahler alleine für die gesetzliche Rentenkasse erarbeiten.

Ich bitte Sie Frau Ursula von der Leyen sich über die "Versicherungsfremden Leistungen" sachkundig zu machen und
in Zukunft mit der Aussage "Zuschuss über 80 Milliarden" vorsichtiger um zu gehen.
Bedenken Sie, über 20 Million Rentner stellen Sie damit indirekt an den Pranger und schüren den Konflikt zwischen Alt und Jung!

Dazu ein Auszug aus dem Anhang:
Versicherungsfremde Leistungen werden nicht nur in der Rentenversicherung, sondern in allen Sozialversicherungen nicht vollständig durch Bundeszuschüsse gedeckt.  Der Staat hat jedoch kein Interesse daran, diesen offensichtlichen Missstand zu beheben. Das mangelnde Problembewusstsein fängt bereits damit an,  dass noch nicht einmal belastbare Zahlen über die versicherungsfremden Leistungen erhoben werden. Aus den aufgelisteten Publikationen der ADG können Sie detallierte Zahlen zu den versicherungsfremden Leistungen entnehmen.

Eine Informationsschrift zur RentenpolitikVersicherungsfremde Leistungen (Teufelstabelle)

Hinweis:
Eine Kopie dieser Mail geht auch an den Moderator Herrn Klaus Plasberg.
Auch er sollte sich über das  Thema "Versicherungsfremde Leistungen" informieren, damit er bei
den folgenden Sendung Aufklärungsarbeit leisten kann, wenn wieder mal die "80 Milliarden" zur Sprache kommen.

Mit freundlichem Gruß
Valentin Gerber