Erfolgt die Glaukom-Früherkennungsuntersuchung im Rahmen eines sogenannten Screeenings, also ohne medizinischen Grund, so handelt es sich um eine IGeL und damit um keine Kassenleistung.

Sobald ein begründeter Verdacht auf eine Glaukomerkrankung vorliegt, sind die Messung des Augeninnendrucks, die Beurteilung des Sehnervs und die Gesichtsfeldmessung Kassenleistungen. Die Glaukomuntersuchung als Regelleistung der gesetzlichen Krankenversicherung liegt vor,

 

  • wenn ein begründeter Verdacht bzw. individuell erhöhtes Risiko für ein Glaukom vorliegt,
  • wenn im Zusammenhang mit einem medizinischen Eingriff am Auge ein Glaukom ausgeschlossen werden muss und
  • bei bekanntem Glaukom zur Kontrolle.

Der IGeL-Monitor hat die Glaukom-Früherkennung bewertet und weitergehende Informationen veröffentlicht. Fazit:
„Wir bewerten die Messung des Augeninnendrucks zur Vorsorge und Früherkennung des Glaukoms als "tendenziell negativ". Die von uns gefundenen Studien lassen keine definitive Aussage zum Nutzen zu, da bislang nicht untersucht wurde, inwieweit eine Augeninnendruckmessung zur Glaukomvorsorge oder -früherkennung tatsächlich den in Aussicht gestellten Nutzen, Erblindungen zu verhindern, hat. Wir sehen daher keine Hinweise auf einen Nutzen."

Glaukom-Operationsmethode Kanaloplastik

Die Viso-Kanaloplastik zur Behandlung des Glaukoms (Grüner Star) hatte im Jahr 2011 noch den „NUB (neue Untersuchungs- und Behandlungsmethode)-Status und musste damals von interessierten Krankenhäusern beantragt werden, bevor eine Leistungserbringung mit Finanzierung über die Krankenkassen möglich war. Mittlerweile gibt es keine derartige Beantragungspflicht durch die Krankenhäusern -  die Viso-Kanalosplastik ist in der stationären Versorgung eine Leistung der GKV. Die SBK hat die Viso-Kanaloplastik (Prozedurencode 5-134.2) bereits vielen Kunden stationär ermöglicht. Als Eigenkosten für den Versicherten fällt lediglich die gesetzliche Zuzahlung von täglich 10 € während des stationären Aufenthalts an.

Glaukom-Operationsmethode Kanaloplastik wird Kassenleistung

Die Viso-Kanaloplastik, eine neue und vielversprechende Operation zur Behandlung des Glaukoms (Grüner Star), wird ab 1. Januar 2013 in weit höherem Maße als bisher von den Krankenkassen finanziert. Entsprechende Informationen liegen der Fach-gesellschaft für Augenheilkunde, Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), vor. Die DOG und der Berufsverband der Augenärzte in Deutschland e.V. haben sich bei der zuständigen Stelle, dem "Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus GmbH (InEK GmbH)", für die Finanzierung der Operation durch die Krankenkassen eingesetzt. Das betrifft auch eine Behandlung im Krankenhaus sowie die Nachsorge.

Quelle: lifePR/Gesundheit & Medizin